Archive for März 19th, 2008

BRAINDUMP: “Desktop anzeigen” für OS X

Das fehlt mir wirklich, wenn ich unter OS X arbeite: Die Möglichkeit, alle laufenden Programme mal eben zu minimieren. Windows kennt das – “Desktop anzeigen” heißt die Funktion in der Schnellstartleiste.

Von Haus aus gibt es sowas nicht für den Mac. Ein kleines Freeware-Tool rüstet es aber nach. Danke dafür.

HOW-TO: VMWare Fusion und mehrere Partitionen

Nachdem man erfolgreich mehrere Windows-Partitionen auf dem Apple-Rechenknecht angelegt hat, bietet es sich an, diese Partitionen (und vor allem das bereits installierte Windows) mit VMWare Fusion zu nutzen. Die standardmäßige Bootcamp-VM erkennt dabei zwar die System-Partitition, bietet aber keine Möglichkeit über die Oberfläche, die andere(n) Partition(en) zu mounten.

Hier hilft es, auf die Kommandozeile (Terminal) herabzusteigen und ein wenig Handarbeit zu leisten. Zuvor sollte man im Finder ein neues Verzeichnis für die zu erzeugenden vmdk-Dateien von VMWare anlegen – etwa /User//Documents/VMDKs. Anschließend geht es ab auf die Tiefen der Kommandozeile. Hier sind folgende Aktionen notwendig:

  • Wechseln ins VMWare-Fusion-Verzeichnis:

    cd “/Library/Application Support/VMWare Fusion”

  • Anlegen einer vmdk-Datei zur Repräsentation einer physischen Partition der Platte – vorher ggf. per Festplatten-Dienstprogramm o.ä. nach der korrekten Partitionsnummer schauen (disk0s3 würde auf die 3. Partition hinweisen…), die vmdk-Datei im vorhin angelegten Ordner als “system.vmdk” speichern (die Dateiendung wird automatisch vergeben), Festplattentyp ist IDE, für jede Partition wiederholen

    sudo ./vmware-rawdiskCreator /dev/disk0 “/User//Documents/VMDKs/system” ide

  • Ins Verzeichnis der vmdk-Dateien wechseln

    cd “/Users//Documents/VMDKs”
  • Per chmod geeignete Rechte geben (der Einfachheit halber 777, andere (geringere) Rechte sollten auch funktionieren dürfen)

    sudo chmod 777 *.vmdk

Nun muss man nur noch eine neue virtuelle Maschine einrichten. Das kann ruhig über den Assistenten geschehen, danach sollte VMWare Fusion beendet werden. Die so eingerichtete VM liegt von Haus aus im Verzeichnis /Users//Documents/Virtuelle Maschinen. Geht man per Finder dort hin, sieht man eine Datei namens .vmwarevm (ggf. zuvor die Anzeige der Dateiendungen einschalten). Einfach mal umbenennen, das Ding – etwa, in dem der Punkt durch einen Unterstrich ersetzt wird. Nun kann man nämlich auch per Finder ins Verzeichnis reinschauen und mit einem Text-Editor seiner Wahl die vmx-Datei bearbeiten.

Hier müssen dann nur noch die vmdk-Dateien richtig eingetragen werden:

  • Eintragen der Partitionen (ide0:0 sollte stets die Boot-Partition sein):
    ide0:0.present = “TRUE”
    ide0:0.fileName = “/Users//Documents/VMDKs/ .vmdk”
    ide1:0.present = “TRUE”
    ide1:0.fileName = “/Users//Documents/VMDKs/ .vmdk”

Anschließend kann VMWare Fusion neu gestartet werden. Schaut man sich dann die Eigenschaften der virtuellen Maschine an, sieht man, dass es nun mehrere Festplatten gibt, deren Informationen nicht editierbar sind und die jeweils scheinbar über die Komplettgröße der echten Festplatte verfügen.

Damit ist man durch. Doof nur, dass man die oben gezeigten Schritte jedes Mal erneut vornehmen muss, wenn die Festplatte umpartitioniert worden ist oder wenn sich der MBR der Windows-Partition geändert hat (letzteres ist vielleicht doch nicht immer nötig, den Fall hatte ich nur schon einmal).

HOW-TO: Bootcamp und mehrere Windows-Partitionen

Großes Problem für alle, die ein MacBook nutzen und parallel gerne ein Windows hätten: Der dämliche Bootcamp-Assistent erlaubt lediglich die Verwendung einer einzeigen Windows-Partition. Das stellt schon mal ein gewisses Problem dar, wenn man halt mehrere Partitionen haben möchte.

Zum Glück benötigt man aber überhaupt keinen Bootcamp-Assistenten. Der macht nämlich nix anderes, als die OS X-Partition zu verkleinern. Das kann man auch übers Festplatten-Dienstprogramm haben. Folgende Vorgehensweise hat sich bewährt:

  • Im Festplatten-Dienstprogramm eine neue Partition mit einer geeigneten Größe (mindestens 20 GByte) anlegen
  • Diese Partition dann markieren und über den Reiter “Löschen” mit dem MS-DOS-Dateisystem formatieren
  • Windows-CD / -DVD rein, neustarten, die C-Taste gedrückt halten, das Setup anlaufen lassen und bei der Zielpartitionsauswahl die zuvor angelegte MS-DOS-Partition auswählen (und per NTFS formatieren!)
  • Windows fertig installieren lassen, alle Treiber raufklatschen (Leopard-DVD verwenden)
  • Ins Mac OS zurück booten
  • Im Festplatten-Dienstprogramm die dritte Partition anlegen (die OS X-Partition wieder entsprechend aufteilen), Dateisystem ist dann wieder MS-DOS
  • Zurück nach Windows, ggf. über die Datenträgerverwaltung die Partition aktivieren und formatieren, ggf. die Laufwerksbuchstaben entsprechend gerade ziehen
  • Zurück zum Kollegen Mac OS
  • Dort den Browser des Vertrauens öffnen und MACFUSE, sowie NTFS-3G (DMG-Package) installieren

Ab diesem Moment hat man drei Partitionen und kann auf die NTFS-Partitionen lesend und schreibend zugreifen. Niedlich, gelle?