BERLIN: Strikääääääää!

Tja, da hat der Kollege Pflüger wohl ordentlich ins Klo gegriffen. Und die versammelte Springer-Presse gleich mit, denn: Der Volksentscheid zum Weiterbetrieb des Flughafens Tempelhof ist gescheitert. Komplett. Ein für alle mal.

Irgendwie ist das insgesamt ein nettes Wochenende: Tolles Wetter und Springer eins in die Fresse gegeben.

Schön.

3 Comments so far

  1. Andreas on April 28th, 2008

    Hähähähähähähähää!
    Die eigentliche Sensation ist doch eigentlich, dass trotz des schönen Wetters so viele Leute zur Wahl gegangen sind, um explizit mit nein zu stimmen, obwohl es nur auf die Anzahl der Ja-Stimmen ankommt. Wenn es jetzt heisst (z.B. auch von rbb-Fernsehmoderatoren), eine Mehrheit habe doch mit Ja gestimmt (also eigentlich die Mehrheit der Berliner), kann man sich nur an den Kopf fassen.
    Wenn wir mal den Einfluss des Springer-”Journalismus” rausrechnen, bliebe wahrscheinlich nicht einmal die armselige Mehrheit bei den abgegebenen Stimmen übrig!
    Noch einmal: Hähähähähähähähähähä!

  2. Hannes Preishuber on April 29th, 2008

    gescheitert? ist ja eine Frage der defininition.
    Soweit ich der Presse entnehmen kann sind über 60% der Stimmen für eine weiteren Betrieb. Das ist ja dann wohl eine Mehrheit. Die Schwelle von 25 % der Wahlberechtigten wäre eine andere Hürde gewesen an die sich erklärtermaßen die Demokratisch gewählte Regierung ohnehin nicht halten wollte.

    Wenn ich richtig rechne haben auch nur 25,3% der Wahlberechtigten den aktuellen Berliner Senat (SPD und Linke) gewählt. Demnach sind fast 75% gegen den Berliner Senat. Und trotzdem ist er an der Macht
    Irgenwas versteh ich da nicht.

  3. Karsten on April 29th, 2008

    Du siehst das falsch: Von denen, die zur Abstimmung gegangen sind, haben zwar 60% mit “JA” gestimmt, aber Du musst das anders rechnen: Damit das Volksbegehren erfolgreich ist, hätten mehr als 600.000 Leute so stimmen müssen. Haben sie aber nicht. Also ist es gescheitert. Punkt.

    Daneben kannst Du halt nicht hingehen, und den prozentualen Anteil der “JA”-Sager hochrechnen, denn die wollten ja was ändern. Also sind sie zur Abstimmung gegangen. Diejenigen, denen es egal ist oder die nichts ändern wollten, haben doch im Grunde keinen Grund gehabt dort hin zu gehen – der Status quo bestand ja.

    So oder so: Es ist gescheitert. Egal, mit welchen rechnerischen Tricks man versucht, es sich schön zu reden.