Archive for Juni 27th, 2009

#Politik: So wird das nichts mit uns, liebe #Piraten

Ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, zur Piratenpartei zu gehen, mich dort zu engagieren und den etablierten Parteien die Hölle heiß zu machen. Aber es gibt eine Stelle, an der wir definitiv nicht zusammen kommen, leider.

Der Punkt, der gar nicht passt, ist das Urheberrecht. Ihr schreibt in http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/urheberrecht-und-nicht-kommerzielle-vervielfaeltigung:

Die Rückführung von Werken in den öffentlichen Raum ist daher nicht nur berechtigt, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit der menschlichen Schöpfungsfähigkeiten von essentieller Wichtigkeit. Es sind daher Rahmenbedingungen zu schaffen, welche eine faire Rückführung in den öffentlichen Raum ermöglichen. Dies schließt insbesondere eine drastische Verkürzung der Dauer von Rechtsansprüchen auf urheberrechtliche Werke unter die im TRIPS-Abkommen vorgegebenen Fristen ein.

Ich folge euch, das Wissen und Inhalte nach einiger Zeit wieder allen Menschen zugänglich gemacht werden müssen. Das ist enorm wichtig. Aber daraus abzuleiten, das Rechtsansprüche nur sehr kurzfristig gelten dürfen, das sehe ich nicht. Was es geben sollte, ist eine Lizensierungspflicht bzw. ein Lizensierungsgebot nach einer bestimmten Frist, um einfach zu verhindern, das Entwicklungen unterbunden werden können – aber nicht das Abschaffen aller Rechte an einem Werk. Das sollte es nicht geben.

Warum sollte man es nicht wie bei den offenen Lizenzen halten? Wer auf Dinge zurückgreift, die unter einer öffnenden Lizenz oder als OpenSource (bzw. analoge Lizensierungen) veröffentlicht worden sind, muss entsprechend dieser Lizenzen auch sein Werk offenlegen. Das bedeutet aber nicht, das er alle Rechte an seinem Werk abgibt.

Ich verstehe – wenn ich ehrlich bin – nicht, warum ihr euch auf so dünnes Eis begebt. Ihr wisst es besser, ihr könnt es besser. Wenn ich wissen würde, das auch andere in euren Reihen so denken, wie ich es tue, dann könnte es doch was mit uns werden.

So aber, Stand jetzt, wird das wohl noch nichts.

#VIRTUELLES LEBEN: Keine Sorge, es dauert nicht mehr lange

Manchmal fragt man sich doch, ob man nicht irgendwie diesen Planeten mit einer Spezies teilt, die zwar so aussieht, wie wir, aber dennoch komplett anders tickt. Nein, die Rede ist nicht von Frauen, nicht dieses Mal.

Es geht um Menschen, die mit dem Web nichts anfangen können, Leute, die wir als “Internetausdrucker” bezeichnen oder “Alte Männer mit Kugelschreibern” nennen. Soll es geben, darf es geben, muss es auch geben – keine Frage. Das Schlimme ist nur, das diese Menschen über uns urteilen möchten und uns Vorschriften machen wollen. Und das können sie nicht, damit machen sie sich lächerlich.

Kristian Köhntopp spricht mir dabei in seinem ungemein lesenswerten Blogbeitrag aus der Seele. Recht hat der Mann.

Das Schlimme ist, das sie denken, das sie noch gewinnen könnten. Das können sie nicht. Sie können das Rad nicht mehr zurück drehen. Die Büchse der Pandora ist geöffnet — und ihnen bleibt nichts mehr übrig, als ohnmächtig und ängstlich dabei zu stehen und zu warten. Warten, bis sie endgültig und unwiderbringlich bedeutungslos und irrelevant geworden sind.

Sie müssen zum Glück nicht lange mehr warten.

#Politik: Internetausdrucker

Ich weiß, ich hatte es bereits vor Jahren schon mal irgendwo in der Hand, aber ich bin zu blöde, es wieder zu finden, deshalb poste ich es jetzt noch einmal.

Das Stichwort “blöde” trifft es auch ganz gut, denn es geht um die Internetausdrucker – unsere gewählten Volksvertreter und Politiker-Darsteller. Man sehe sich einfach kurz diesen Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin an:


Am 27.09. ist Bundestagswahl.