Archive for März 11th, 2010

#Apple: Akku-Skepsis

Mein MacBook Pro ist jetzt etwas mehr als  1,5 Jahre alt. Ich betreibe es mit mehreren Akkus, damit ich auch unterwegs für längere Zeit in den Genuß von Apples Hochtechnologie kommen kann.

Bedenklich finde ich allerdings, dass der Akku, den ich mit dem Gerät erworben habe, inzwischen nur mehr ungefähr 3.700 mAh Leistung hat (die Nennleistung liegt bei 5.600 mAh). Das macht in eineinhalb Jahren einen Leistungsverlust von etwa einem Drittel. Dem kann ich durch einen neuen Akku problemlos begegnen.

Aber es stimmt mich enorm nachdenklich, wenn ich an einen Nachfolger für mein MacBook Pro denke, der sicherlich in diesem oder dem nächsten Jahr zum Kauf ansteht. Ich glaube kein Stück den Werbeversprechen von “bis zu sieben Stunden” Akkulaufzeit – nicht, wenn man Entwickler ist und alle paar Minuten neu kompiliert oder eine VM ausführt. Und ich befürchte ebenfalls, dass ich mit meinem Nutzungsverhalten nicht sonderlich akkuschonend bin. Insofern kann man davon ausgehen, dass auch ein neues MacBook Pro nach etwa eineinhalb Jahren einen Gutteil seiner nominellen Akkukapazität eingebüßt haben wird. Nur kann man dann nicht einfach mal das Gerät herunterfahren und den Akku austauschen. Oder für 100,00 EUR die Laufzeit verdoppeln. Und eine Gesamtlaufzeit von vielleicht drei Stunden ist mir zu wenig, wenn ich an lange ICE-Fahrten oder Flüge denke.

Das alles stimmt mich ziemlich skeptisch, gerade weil mein nächster Rechner eigentlich wieder ein MacBook Pro sein sollte.

Hat da jemand mit den neuen Unibody-MacBooks schon Erfahrungen sammeln können?

#Virtuelles Leben: Real vs. virtuell

Mein MacBook Pro verfügt seit kurzem wieder über eine Bootcamp-Partition, die ich innerhalb von Parallels auf dem OS X auch nutze, was interessanterweise subjektiv schneller läuft, als die zuvor eingesetzte Virtuelle Maschine. Das ist aber gar nicht der interessante Punkt, sondern man sehe sich einmal die Leistungsbewertung von Bootcamp-Windows und der virtuellen Bootcamp-Parallels-VM an.

Hier die reale Maschine:

Leistungsinformationen und -tools (3)

Logisch, das ist ein MacBook Pro von 2008 mit 6 GB RAM, der sollte schon angemessen Power haben.

Dazu im Vergleich die virtuelle Maschine (die reale Bootcamp-Partition innerhalb von Parallels Desktop 5 ausgeführt):

Leistungsinformationen und -tools

Die sieht auch nicht schlecht aus, fällt aber natürlich in jedem Bereich ab.

Ähm, Stop.

Die fällt gar nicht in jedem Bereich ab: Die primäre Festplatte hat hier einen Leistungsindex von 6,3. In der realen Umgebung hat sie “lediglich” einen Leistungsindex von 5,9. Irgendwie verwirrend.

Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten: Für das, was ich mache (Entwicklung mit .NET und Java), ist der Unterschied in den verschiedenen Leistungsbereichen zu vernachlässigen. Klar, die VM ist definitiv etwas langsamer, aber beschweren kann man sich nicht.

Insofern bestätigt sich mal wieder die Aussage, dass bei modernen Virtualisierern und einem ausreichend gutem Systemausbau (SSD oder zumindest 7.200er Festplatte, viel RAM) auch in einer VM genügend Leistung zur Verfügung steht.

Dennoch bleiben die 6,3 gegenüber den 5,9 durchaus verwirrend.

#Wahres Leben: Meine Bank(en)…

Als Selbstständiger verfüge ich über mehrere Konten, zu denen unter anderem ein Geschäftskonto bei der Postbank und ein Privatkonto bei der Berliner Sparkasse gehören. Beide Banken haben mir in den letzten Wochen deutlich gezeigt, warum ich seit Jahren dort Kunde bin und es auch bleiben möchte.

Postbank

Es geschieht mir alle paar Jahre mal wieder, dass ich zu blöde bin, Geld ans Finanzamt korrekt zu überweisen – einmal hing eine Null zu viel dran, diesmal habe ich aus eigenem Verschulden heraus eine sehr große Summe doppelt überwiesen. Bei einer Überweisung gilt: Weg ist weg, speziell dann, wenn es sich beim Zielkonto um ein Konto bei der eigenen Bank handelt. Doof nur, wenn man das macht und anschließend das Guthaben auf dem Konto nicht mehr ausreicht, um weitere Ausgaben abbuchen zu lassen, die recht kurzfristig anstehen. Also habe ich beim Geschäftskundenservice angerufen und innerhalb von weniger als 36 Stunden hatte ich einen ordentlichen Kontokorrentkredit eingerichtet und freigeschaltet. Ebenfalls wurden die bis dahin aufgelaufenen Abbuchungen geduldet und nicht eiskalt zurück überwiesen. Sehr angenehmes Handling, inklusive des Rückrufs der Betreuerin mit der Mitteilung, das nun alles eingerichtet sei. Und sind wir mal ehrlich: Innerhalb von 36 Stunden wäre mir das Geld bei einer Überweisung von einem Konto bei einer anderen Bank in aller Regel nicht gutgeschrieben worden. Hier also ganz klar: Schnell und unbürokratisch.

Berliner Sparkasse

Das die Sparkasse in jedem Fall schnell und vor allem unbürokratisch handelt, kann man leider nicht sagen. Aber – und das ist mir ebenso wichtig – sie sind total ehrlich und gestehen Fehler ein, wenn sie passieren. So geschehen heute früh, als ich nach einer Anfrage, warum eine Kreditkarte nicht mehr funktionieren würde, die offene Mitteilung bekam, dass man sich da vertan hätte, den Fehler bedauere und die Karte nun innerhalb weniger Stunden wieder freigeschaltet sei. Keine Ausreden, kein Abwälzen der Schuld, einfach die Wahrheit. Und das ist bei der Berliner Sparkasse nicht das erste Mal, das Fehler direkt eingestanden werden. Das finde ich wiederum enorm gut (nein, nicht das Fehler passieren, aber am anderen Ende sitzen auch Menschen) und das stärkt mein Vertrauen in diese wenig glamouröse Bank, die nicht umsonst schon die Hälfte meines Lebens meine private Hausbank ist – auch, wenn die Kontoführung Geld kostet.

Aus genau diesen Gründen beteilige ich mich nicht mehr an der Hatz nach dem günstigsten Girokonto, sondern bleibe – vom Kontostand abgesehen ;-) – Traumkunde meiner Banken: Treu und positiv ihnen gegenüber eingestellt. Ich habe es bei anderen Banken (Dresdner Bank) auch schon komplett anders herum erlebt.