#Virtuelles Leben: Real vs. virtuell

Mein MacBook Pro verfügt seit kurzem wieder über eine Bootcamp-Partition, die ich innerhalb von Parallels auf dem OS X auch nutze, was interessanterweise subjektiv schneller läuft, als die zuvor eingesetzte Virtuelle Maschine. Das ist aber gar nicht der interessante Punkt, sondern man sehe sich einmal die Leistungsbewertung von Bootcamp-Windows und der virtuellen Bootcamp-Parallels-VM an.

Hier die reale Maschine:

Leistungsinformationen und -tools (3)

Logisch, das ist ein MacBook Pro von 2008 mit 6 GB RAM, der sollte schon angemessen Power haben.

Dazu im Vergleich die virtuelle Maschine (die reale Bootcamp-Partition innerhalb von Parallels Desktop 5 ausgeführt):

Leistungsinformationen und -tools

Die sieht auch nicht schlecht aus, fällt aber natürlich in jedem Bereich ab.

Ähm, Stop.

Die fällt gar nicht in jedem Bereich ab: Die primäre Festplatte hat hier einen Leistungsindex von 6,3. In der realen Umgebung hat sie “lediglich” einen Leistungsindex von 5,9. Irgendwie verwirrend.

Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten: Für das, was ich mache (Entwicklung mit .NET und Java), ist der Unterschied in den verschiedenen Leistungsbereichen zu vernachlässigen. Klar, die VM ist definitiv etwas langsamer, aber beschweren kann man sich nicht.

Insofern bestätigt sich mal wieder die Aussage, dass bei modernen Virtualisierern und einem ausreichend gutem Systemausbau (SSD oder zumindest 7.200er Festplatte, viel RAM) auch in einer VM genügend Leistung zur Verfügung steht.

Dennoch bleiben die 6,3 gegenüber den 5,9 durchaus verwirrend.

6 Comments so far

  1. Thomas on März 11th, 2010

    Schon wieder ich. Samaschke, warum plagen wir uns immer mit den gleichen Themen rum? ;-)

    Ich hab’ jetzt seit 1,25 Jahren OSX laufen und Windows zum Entwickeln nur in der VM. Anfänglich mit Festplatte, seit Juli mit SSD. Aber mir wirds zu langsam, vor allem da ich im direkten Vergleich im Büro leider ne Kiste mit Quadcore, SSD und 12GB Speicher stehen habe :-( .

    Werde wohl oder übel auch wieder auf Bootcamp setzen, mal sehen ob das mit meinen 120 GB hinhaut.

  2. ksamaschke on März 11th, 2010

    Platztechnisch sollte das sich normalerweise ausgehen – OS X kommt mit 40 GB prima klar und Windows braucht im Grunde selbst mit installiertem VS und Office weniger als 30 GB. Wenn Du natürlich noch 200 GB Movies durchfüttern musst… :-)

  3. Sascha Uhl on März 12th, 2010

    Hallo Herr Samascke,

    anbei eine kurze Info, warum das Rating hier innerhalb der Virtuellen Maschine schneller ist:

    Durch die unterschiedlichen Arten, wie eine Virtuelle Platte und physikalische arbeiten, gibt es Aufgrund verschiedener I/O Caching Techniken Workloads, die innerhalb einer VM schneller abgearbeitet werden können.

    Da der Rating-Test teilweise genau solche Workloads für die Messung nutzt, wird das Rating hier innerhalb der VM tatsächlich besser.

    Viele Grüße
    Sascha Uhl

  4. S. Niemeyer on März 12th, 2010

    Hallo Karsten, nice finding, habe mal bei Parallels nachgefragt, wie es zur höheren Festplattenbewertung kommt. Antwort:
    “The reason for this is that the host does additional I/O caching which allows some workloads to be really faster in the VM than on the host.”
    :)

  5. Thomas on März 15th, 2010

    Karsten, die Mailbenachrichtigung hier funktioniert nicht (oder die Mails verfangen sich im Spam-Filter, unwahrscheinlich).

    An sich sollte es sich ausgehen, das stimmt schon. Problem ist aber, dass ich von Windows dann auch auf ein paar Daten auf der Mac-Partition zugreifen muss, weniger wegen 100GB Moviews als z.B. meiner iTunes-Bibliothek. Aber ich muss mal schauen, vielleicht gibt’s da inzwischen ja was um das Mac-LW unter Windows zu mounten.

  6. admin on März 16th, 2010

    Um das Mac-Laufwerk unter Windows zu mounten, benötigst Du MacDrive (http://www.mediafour.com/products/macdrive/).

    Nachrichten schaue ich mir an. :-)